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August Sander – Zum 150. Geburtstag

Eine Ausstellung der Photographischen Sammlung/Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn | Laufzeit: 11. September 2026 bis 24. Januar 2027 | Eröffnung: Donnerstag, 10. September um 19 Uhr

Zum 150. Geburtstag August Sanders (1876–1964) zeigt die Photographische Sammlung/Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn eine umfassende Werkschau aus dem eigenen August Sander Archiv, dem weltweit größten Bestand des Photographen. Neben bekannten Motiven aus „Menschen des 20. Jahrhunderts“ sind frühe Arbeiten aus Linz sowie Auftragsarbeiten aus dem Westerwald zu sehen.

Ein Schwerpunkt liegt auf Köln, wo Sander mehr als 30 Jahre lebte und arbeitete. Die Stadt mit ihrer historischen Architektur, dem rheinischen Karneval und der Kölner Gruppe progressiver Künstler bot ihm künstlerische wie wirtschaftliche Entfaltungsmöglichkeiten. Erstmals in diesem Umfang gezeigt wird die zwischen 1930 und 1942/43 entstandene Bildgruppe „Lichtbildwerkstatt August Sander, Köln-Lindenthal“. Begleitend erscheint bei Schirmer/Mosel eine Publikation mit sechs Radiovorträgen, die Sander 1931 für den WDR verfasste – im Ausstellungsraum neu eingesprochen zu hören.

Sanders Nähe zur bildenden Kunst zeigt sich im Austausch mit Franz Wilhelm Seiwert und Heinrich Hoerle, deren Werke er reproduzierte und teils besaß. Die Konvolute „Studien“, „der Mensch“ und „Mensch und Maschine“ verdeutlichen seinen Blick auf gesellschaftliche und humane Fragen, mit der menschlichen Hand als wiederkehrendem Motiv.

Auch Landschaft und Botanik gehören zu seinem Werk: Geprägt vom Westerwald, dokumentierte er dort Land und Leute sowie später die Rheinregion, das Siebengebirge und die Eifel. 1942/43 zog er kriegsbedingt nach Kuchhausen, wo er bis zu seinem Tod lebte. Eine Besonderheit ist seine einzige Auslandsreise 1927 nach Sardinien mit Ludwig Mathar, bei der über 300 Negative entstanden.

Gefördert wird die Ausstellung von der Kunststiftung NRW.

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