Deutsches Tanzarchiv Köln

Dokumentieren, informieren, inspirieren – das Deutsche Tanzarchiv macht die Kunst des Tanzes auf vielfältige Weise zugänglich. Dokumente, Fotos, bildende Kunst, Filme und Kostüme aus vielen Jahrhunderten Tanzgeschichte werden im Deutschen Tanzarchiv Köln (DTK) gesammelt und archiviert. Bibliothek und Archiv stehen für alle Interessierten und Forschenden offen. Ein besonderer Ort ist das Tanzmuseum, das Tanzkunst mit kreativen Ausstellungen für alle erlebbar macht. Die wissenschaftliche Aufarbeitung der Archivschätze ist das Fundament für die wechselnden Ausstellungen und Quelle für verschiedene eigene Publikationen. 

Das 1948 von Kurt Peters begründetet Archiv wurde 1986 von der Stadtsparkasse Köln (heute Sparkasse KölnBonn) erworben und teilt sich seitdem mit der Stadt Köln die Trägerschaft. Von Anfang an war das Ziel, die Schätze des Archivs für eine breite Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Offen nach außen ist das DTK auch als An-Institut der Hochschule für Musik und Tanz in Köln und durch die Kooperation mit der Folkwang-Universität der Künste in Essen. Der mit insgesamt 30.000 € dotierte Tanzwissenschaftspreis Nordrhein-Westfalen wird ausgelobt durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Tanzarchiv Köln. Die Ausschreibung richtet sich an Nachwuchswissenschaftler*innen aus dem Bereich der Tanzwissenschaft.

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Anna Pawlowa als sterbender Schwan um 1908.

Archiv

Das Archiv besteht aus 500 Nachlässen und Sammlungen aus den Bereichen Tanz, Choreografie, Tanzpädagogik und Ballettkritik. Wer ein seltenes Tanzlibretto sucht, ein besonderes Foto braucht oder Filmdokumentationen recherchiert, ist hier genau richtig. Die Sammlungen sind vielfältig und umfassen ca. 160.000 Fotos und 117.000 Originalnegative sowie Schriftstücke, Kunstwerke und Kostüme. Genutzt wird das Archiv nicht nur für wissenschaftliche Forschung, sondern auch von Fachleuten aus den Bereichen Choreografie und Tanz, Pädagogik, Journalismus und dem Verlagswesen.

Der Raum zeigt eine moderne Ausstellung mit einer großen blauen Wand, auf der in weißen Buchstaben „IT'S ME“ geschrieben steht. Im Vordergrund steht ein roter Ausstellungstisch mit Objekten. Im Hintergrund ist eine Wand mit einem Portrait zu sehen.

Tanzmuseum

Eine Besonderheit des Deutschen Tanzarchivs Köln ist das angeschlossene Tanzmuseum, das es ermöglicht, die reichhaltigen Archivbestände aus immer wieder neuen Perspektiven zu präsentieren. 

Das Tanzmuseum ist eine Einladung an alle Interessierten, Geschichte und Gegenwart der Tanzkunst auf besondere Weise zu erleben.

Das Museum soll das Archiv öffnen und Besuchern den Blick ins Archiv ermöglichen. Besucher egal ob jung oder alt, werden durch die Ausstellung auch an das Archiv herangeführt, da sie nicht nur erleben können, was Tanz ist, sondern auch was so in einem Archiv zu finden ist. Die jährlich wechselnden Ausstellungen schöpfen sich aus den reichen Beständen des Deutschen Tanzarchivs Köln und machen diese so der Öffentlichkeit zugänglich. Mit kreativen Konzepten werden die Besucher*innen inspiriert, ihre aktive Rolle als Betrachter*innen bei der Entstehung von Tanzkunst zu entdecken. 

Führungen, Vorträge, Filmpräsentationen, Lesungen und Diskussionen sind Einladungen, das Wesen der Tanzkunst und ihre faszinierende Geschichte zu erleben. 

Bibliothek

In der Bibliothek des Deutschen Tanzarchivs Köln sind rund 13.000 Titel einsehbar, darunter historische Bücher, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen und zahlreiche Dissertationen. Auch der Zeitschriftengesamtbestand, der aus 16.000 Titeln besteht, darunter 85 aktuelle Zeitschriften, steht allen Interessierten zur Verfügung. 

Filme aus der großen Filmsammlung mit verschiedenen Tanzfilmkategorien können hier angeschaut werden. Dazu gehören: Kamera-Choreographie, filmische Neuinszenierung, experimenteller Tanzfilm, Dokumentation, Tanz-Spielfilm, Musical sowie Bühnenaufzeichnung. 

Archiv- und Museumspädagogik

Mit museumspädagogischen Angeboten, wie speziell für Kinder entwickelte Führungen und Spielaktionen, erleben Kindergartengruppen und Schulklassen Theorie und Praxis des Tanzes. Auch für Erwachsene sind Sonderführungen durch das Tanzmuseum sowie Einführungen in die Arbeit des Tanzarchivs auf Anfrage möglich. 

Freundes- und Förderkreis

1997 wurde von Tanzinteressierten der Verein „Freunde der Tanzkunst am Deutschen Tanzarchiv Köln“ gegründet. Ziel des Vereins ist es, das Deutsche Tanzarchiv Köln aktiv zu unterstützen, den internationalen Erfahrungsaustausch von Tanzwissenschaftler*innen zu fördern und die Archivarbeit einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. 

Der Freundeskreis veranstaltet regelmäßig Exkursionen und Sonderveranstaltungen, um die Vielfalt des künstlerischen Bühnentanzes vorzustellen und über die Arbeit des Deutschen Tanzarchivs informieren.