Die Photographische Sammlung

Erforschen, bewahren, betrachten – Die Photographische Sammlung widmet sich der sachlich-dokumentarischen Photographie in all ihren künstlerischen Facetten.

Seit ihrer Gründung 1992 konzentriert sich die Photographische Sammlung/Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn vor allem auf dokumentarisch arbeitende Künstler*innen, die ihre Konzepte über längere Zeiträume entwickeln. Zur Sammlung gehören über 40.000 Werke von historischen und zeitgenössischen Photograph*innen. Das Haus betreut die Sammlung wissenschaftlich und konzipiert und realisiert eigene Ausstellungen und Publikationen. So werden Expert*innen und Besucher*innen gleichermaßen eingeladen, die sachlich-dokumentarische Photographie und ihre ästhetische und gesellschaftliche Bedeutung aus immer neuen Perspektiven zu betrachten.

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Geschichte und Inhalte 

Die Photographischen Sammlung entstand 1992 mit dem Kauf des August Sander Archivs mit rund 10.500 Negativen und 6.000 Originalabzügen. Ein Jahr später wurde die Sammlung der Deutschen Gesellschaft für Photographie für den Stiftungsbestand angekauft. 1996 startete die Kooperation mit dem Künstlerpaar Bernd und Hilla Becher, deren Werk seitdem kontinuierlich erschlossen wird. Nach ihrem Tod wurde die Zusammenarbeit mit dem Sohn Max Becher fortgesetzt. Mit Sander und Becher wurde der Schwerpunkt auf die sachliche Photographie gelegt, der durch die langfristige Leihgabe mit Originalabzügen von Karl Blossfeldt aus der Universität der Künste Berlin noch vertieft wurde. Die Sammlung wird durch Dauerleihgaben und großzügige Schenkungen ständig erweitert.

Ausstellungen

Halbjährlich wechselnd präsentiert die Photographische Sammlung in ihren Räumen selbst konzipierte Ausstellungen. Auf 450 Quadratmetern wird die künstlerische und sachlich-dokumentarische Photographie aus immer neuen Perspektiven beleuchtet. Die Ausstellungskonzepte schaffen Zugänge, die für Fachpublikum, Kunstinteressierte und alle anderen Besucher*innen gleichermaßen einladend sind. Die Präsentationen schöpfen entweder vollständig aus der eigenen umfassenden Sammlung oder werden in einen spannenden Dialog mit Werken aus anderen Sammlungen gesetzt. Hauseigene Publikationen begleiten die Ausstellungen.

Darüber hinaus ist die Photographische Sammlung in fruchtbarem Austausch mit anderen Kulturinstitutionen, Sammlungen und Museen. Damit möglichst viele Menschen die Werke sehen können, werden sie sehr häufig international an andere Häuser verliehen und manchmal gehen auch ganze Ausstellungen auf Tour.

Führungs- und Vermittlungsprogramm 

Führungen und Vermittlungsprogramme öffnen die Türen zur Photographie für alle Menschen. Es gibt Angebote für Einzelbesucher*innen oder Gruppen, für Kinder und Erwachsene.

Wöchentlich finden allgemeine öffentliche Führungen und monatlich spezielle Themenführungen statt. Sie vertiefen unterschiedliche Schwerpunkte und Fragestellungen der jeweiligen Ausstellung. Kuratorinnenführungen geben Einblicke in konzeptuelle Hintergründe, während Künstler*innenführungen persönliche Perspektiven auf Werk und Arbeitsweise vermitteln.

Ergänzt wird das Angebot durch Filmabende, Vorträge und öffentlicher Präsentationen von Archivbeständen im Studienraum, die den Blick auf weiterführende Themen und photographische Kontexte lenken.

Für Kinder zwischen 6 und 10 Jahren bietet das Format Photo-Detektive spielerische Ausstellungsführungen, die zum aktiven Entdecken und genauen Hinschauen anregen.

August-Sander-Preis

Der Preis fördert zeitgenössische Künstler*innen, die sich mit der sachlich-dokumentarischen Photographie auseinandersetzen. Der August-Sander-Preis wurde 2018 von Ulla Bartenbach und Prof. Dr. Kurt Bartenbach gestiftet und wird alle zwei Jahre von der Photographischen Sammlung ausgelobt. Mit Blick auf das Werk des Namensgebers sollen die eingereichten photographischen Konzepte ihren Schwerpunkt auf das menschliche Portraits legen. Künstler*innen bis 40 Jahre aus dem In- und Ausland mit dem Fokus Photographie sind teilnahmeberechtigt. Die Stiftung Kultur hat den Preis mit 5.000 € dotiert. Dazu richtet die Photographische Sammlung nach Möglichkeit und individueller Abstimmung eine Ausstellung mit Arbeiten der Preisträger*in aus.

Marianne Breuer

Assistenz und Verwaltung